Den Füller zum Produkt passend wählen
Dünnflüssige, gut fließende Produkte (wasserähnlich) passen zu Überlauf- oder Schwerkraftfüllern. Mittelviskose Produkte (Lotionen, Sirupe, Öle) passen zu Kolben- oder Pumpenfüllern. Pasten und Cremes brauchen einen Kolbenfüller mit geeigneter Düse. Diese Zuordnung richtig zu treffen, ist die wichtigste Einzelentscheidung – sie bestimmt Füllgenauigkeit und Geschwindigkeit.
Schäumende Produkte, Stückeinlagen und Heißabfüllung verändern die Spezifikation jeweils grundlegend. Beschreiben Sie Ihr Produkt deshalb bei der Anfrage möglichst genau.
Behälterhandling und Leistung
Rundläufer- bzw. Drehtischlinien sind kompakt und flexibel für kleine bis mittlere Ausbringung; Linearlinien mit Transportband skalieren zu höheren Leistungen. Berücksichtigen Sie Standfestigkeit, Mündungsausführung und Etikettierfläche Ihres Behälters sowie die Frage, ob Sie ein Format oder viele fahren.
Spezifizieren Sie realistische Flaschen pro Minute bei Ihrem tatsächlichen Füllvolumen – Spitzenwerte in Prospekten beziehen sich meist auf kleine Füllmengen.
Verschließen und Verschlüsse
Die Art des Verschlusses bestimmt den Verschließkopf: Schraubverschlüsse, ROPP, Aufdrückverschlüsse, Triggersprüher und Pumpen erfordern jeweils ein anderes Handling. Für eine zuverlässige Dichtheit kommt es auf die Verschlusszuführung (Elevator oder Vibrationssortierer) und die Drehmomentregelung an. Nennen Sie uns alle Verschlüsse, die Sie fahren, damit die Linie jeden davon verarbeitet.
Einzelmaschine oder schlüsselfertige Linie
Sie können einen einzelnen Füller kaufen und Verschließen sowie Etikettieren später ergänzen – oder gleich eine komplett integrierte Linie spezifizieren: Flaschenaufsteller, Füller, Verschließer, Etikettierer und Codierer, gemeinsam geplant, installiert und in Betrieb genommen. Eine schlüsselfertige Linie nimmt Ihnen das Integrationsrisiko zwischen Maschinen verschiedener Lieferanten ab.